"Jedes für sich, ist ein Unikat"

Die Siegburgerin Geschi Ridder ist leidenschaftliche Sammlerin von Eiern jeglicher Art

Siegburg (dwo). "Es ist einfach toll, wie unterschiedlich sie sind", lässt Geschi Ridder voller Inbrunst verlauten. Die Siegburgerin ist eine begeisterte Sammlerin schöner Sachen. Doch ihre größte Leidenschaft gehört einem der grundlegenden Dinge des Lebens: dem Ei. 

Über 3.500 Exemplare aus rund 170 Ländern hat sie bereits zusammengetragen. "Egal, wann, wo und wie ich ein ausgefallenes Stück entdecke, dann kommt es in die Sammlung." Die Vielfalt ist unglaublich. Kunstvoll bemalte Hühner- oder Straußeneier finden sich in der Wohnung, darüber hinaus Nachbildungen aus Holz, Wachs, Keramik, Stein oder Glas, in jeglicher Größe und Form. Ergänzt wird dies durch Skulpturen, Kerzenleuchtern und Nachttischlampen, die alle etwas mit "Eiern" zu tun haben.

Natürlich wissen Freunde und Verwandte Bescheid, daher ist niemand um ein Mitbringsel verlegen.

Der Grundstein ihres Hobbys war ein Exemplar, das die Oma ihres Mannes Klaus von einem künstlerisch begabten Hausbewohner 1948 zu Ostern geschenkt bekam. Oma Frieda kränkelte immer, so war auf dem Ei zu sehen, wie "Doktor Hase" ihr Gesundheit verordnete. Geschi Ridder erbte dieses Ei. Es sollte jedoch nicht alleine bleiben. 1965 besuchte sie in Celle ein Museum mit einer speziellen Ostereiersammlung. Ab diesem Moment war es um sie geschehen.

Bis heute erwarben sie und ihr Mann Klaus viele außergewöhnliche Stücke, rund um den Erdball. Etliche Kostbarkeiten konnte man auf den früher beliebten Ostereier-Börsen entdecken, doch über die Jahre hinweg schliefen diese Veranstaltungen in Bonn oder Köln ein. Außerdem war das Ehepaar Ridder in Bern bei Heidi Haupt zu Gast. Die Organisatorin ist selbst Verfasserin einiger Bücher über das Thema.

Gerne zeigt Geschi Ridder ihren Besuchern die bunt gemischten Exponate, die sie in der ganzen Wohnung in Vitrinen, Schränken oder hübsch dekoriert, auf Tischen oder in Schalen, präsentiert. "Jedes Ei hat seine Geschichte", so die Dame des Hauses. Bei jedem Exemplar weiß sie, wo es herkommt, und was es damit auf sich hat. Unzählige Raritäten warten darauf, bestaunt zu werden. Ein echtes Porzellanei aus dem Zarenhaus, ein perlenverziertes Gänseei mit einem Spruchband, ein antikes "Flohei" aus Holz oder ein Straußenei, bemalt von der südafrikanischen "Eiersurrealistin" Anita Beckmann gehören zu den Highlights.

Besonders interessant ist ein Straußenei aus Namibia, das den Buschmännern als Wasserreservoir diente. Das verzierte Ei wird vergraben, um in einer Notsituation helfen zu können.

Aber auch viele persönliche Objekte erfreuen das Auge. Eier, gedrechselt aus Holz, oder aus Pappmaschee, die von den Töchtern hergestellt wurden, haben einen individuellen Platz, ebenso wie die chinesischen Glaseier, deren Innenwände kunstvoll gestaltet sind. Bei einem ist sogar Geschis Name zu lesen, was für die asiatische Künstlerin, die das Ei durch ein acht Millimeter großes Loch bemalte, eine enorme Herausforderung bedeutete.

"Jedes ist für sich ein Unikat", erzählte die Hausherrin voller Freude. Ein Ende der Sammlung ist für Geschi Ridder noch nicht abzusehen. "Es macht einfach Spaß."

Etwas unscheinbar, aber dennoch der Grundstock der Sammlung. Geschi Ridder zeigt auf das Ei von 1948, das ihre Schwiegeroma zu Ostern bekam. Foto: Woiciech
Aufwendige Klosterarbeiten, mit christlichen Motiven, befinden sich ebenfalls in der umfangreichen Sammlung. Foto: Woiciech
Überall in der Wohnung befinden sich Vitrinen voller Exemplare einer außergewöhnlichen Sammlung. Foto: Woiciech
Letzte Änderung: Donnerstag, 03.03.2016 09:28 Uhr

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