Windeck (sc). In Gutmannseichen werden derzeit die Weichen für ein großes Alaska-Abenteuer 2013 gestellt. Manfred Schröter aus Bonn hatte sich ursprünglich vorgenommen in diesem Sommer alleine mit dem Kanu den gesamten Yukon-River auf 3200 Kilometern Länge von Kanada durch Alaska bis zur Beringsee zu befahren und darüber einen Film zu drehen. Spontan nahm das Einmann-Projekt andere Formen an, als sein Freund Joachim Kreuzer aus Windeck-Gutmannseichen beschloss, ihn zu begleiten.
Kanu ade, Urlaub 2012 verschoben. Kurzerhand entschieden die Freunde, selbst ein Boot für ihre Alaska-Expedition zu bauen. Wegen der wesentlich umfangreicheren Vorbereitungen musste die zwei- bis dreimonatige Reise in den Sommer 2013 verschoben werden.
Nach dem Vorbild der Pelzhändler der North-West Company entsteht in Kreuzers Werft seit einigen Wochen der originalgetreue Nachbau eines Yorkbootes. Mit solchen Transportbooten beförderten im 18. Jahrhundert die Pelzhändler ihre Lasten in Kanada und Alaska. Der Bootsbau ist so rasant fortgeschritten, dass Schröter und Kreuzer im Januar mit dem guten Stück an der Düsseldorfer "BOOT"-Messe teilnehmen.
"Wir bauen das Boot dort weiter und hoffen auf einen großen Werbeeffekt, denn ohne Sponsoren können wir das Projekt nicht verwirklichen", erzählen sie. "Der Transport des Bootes in einem Container nach Kanada und zurück nach Deutschland, ist sehr kostspielig." Der Förderverein Deutsche Museumswerft hat die Bootsbauer für die Ausstellung unter die Fittiche genommen.
Übrigens nicht zum ersten Mal, denn Joachim Kreuzer hat bereits zehn originalgetreue Wikingerboote gebaut, zum Beispiel auch für den Film "Wiki und die starken Männer" von Bully Herbig. Vor drei Jahren hat er bereits ein Yorkboot von über acht Meter Länge gebaut.
Für das neue Projekt "New Historical Adventure" wird das Yorkboot mit 6,7 Metern Länge deutlich kürzer ausfallen. Es wird mit Rudern, einem Segel und mit Riemen ausgestattet. "Wir müssen auf jeden Fall in Whitehorse das Boot über Land um den Staudamm transportieren. Außerdem müssen wir mögliche Reparaturen an Land einplanen.
Das Boot darf nicht schwerer als 300 Kilogramm werden." Vorgenommen haben sich beide, als Goldwäscher einen eigenen Claim abzustecken und entlang der Strecke Stopps einzulegen, um Kontakt mit Einheimischen zu knüpfen. Der Zeit der Pelzhändler werden auch die historische Kleidung und die Ausrüstung angepasst sein.
Neben einem gemeinsamen Urlaub in Kanada 1994, haben beide getrennt viele Abenteuerreisen durch verschiedene Länder gemacht, sodass sie auf diese Erfahrung bauen können. Schröter ist Serviceleiter in einem Unternehmen für Sicherheitstechnik, Kreuzer ist Maschinenbauingenieur mit diversen zusätzlichen Ausbildungen. Seit sechs Jahren baut er vorwiegend Boote. Ihr Abenteuer 2013 wollen sie als Dokumentarfilm festhalten, Schröter hat bereits eine Filmproduktionsfirma angemeldet.
Sponsoren des Projektes dürfen an der Jungfernfahrt in Windeck-Schladern auf der Sieg teilnehmen.
Aktuelle Informationen über Reisevorbereitungen und die Reise unter: www.new-historical-adventure.de







