Ruppichteroth. Zum 56. Mal hieß es "Alaaf" zum karnevalistischen Winterfest des Turnvereins Ruppichteroth. Im ausverkauften "Ruppichterother Gürzenich" führte Sitzungspräsident Albert Brummenbaum durch ein buntes Programm.
Nach dem Einmarsch des Elferrates, der von dem Bröltaler Musikverein stimmungsvoll begeleitet wurde, zeigten die Mini Funken als erste Tanzgruppe, dass es sich bei Ruppichteroth um eine wahre Tanzhochburg handelt. Nach dem tollen Auftritt von Putzfrau Billa Sterzenbach (Elvira Mengede), fand sich das Publikum plötzlich im heimischen Wohnzimmer von Präsident Brummenbaum (Ralf Löbach) wieder. Gemeinsam mit seiner Assistentin Britta Löbach (Arno Schiefen) war er auf der Suche nach einem Highlight für die kommende Session. Ein Casting für ein Prinzenpaar oder Dreigestirn sollte die Lösung sein.
Die Hardrock-Gruppe Kärbholz (Peter Rombach, David Hermann und Klaus Wunderlich) konnte Brummenbaum aber nicht überzeugen - zu viel "Poposchunkeln" und "Vollgas Rock'n Roll". Zu den Klängen von Biene Maja sangen Ralf und Uwe: "Böhmers - gibt's auf der Welt noch was Schöneres?" Müller wollte natürlich den Karneval im Dorf und sogar die Vereinsfarben des Turnvereins revolutionieren und träumte von einem Karnevalszug durch alle drei Hauptorte der Gemeinde: Ruppichteroth, Schönenberg und natürlich Bröleck. Dem Präsidenten wurde das aber zu bunt - er ließ für die beiden einen Ausmarsch üben.
Nach Musik von "5 zo Fuß" kündigten sich die
nächsten Karnevalsschwergewichte an. Die "Drei echten
Keerls" (Ralf Löbach, Markus Neuber und Arno Schiefen)
zogen mit großem schauspielerischen Talent und grandiosem Witz
wieder so machen Ruppichterother durch den Kakao. Karlfriedrich
Seuthe (Ralf Löbach) bestellte, für seine Sparsamkeit in
Ruppichteroth bekannt, das Brot vom Vor-Vortag. Mit einer tollen
Show begeisterten dann die Bröltalpänz. Anschließend
kündigte Brummenbaum mit den Worten "der Kult hat einen
Namen" den "Döörper Prätscher"
(Hans-Peter Hohn) an. Zu allem hat dieser eine Meinung, obwohl er
doch nie gefragt wird.
Überhaupt frage er sich, wieso Drawz immer soviel gearbeitete
habe. Amtsinhaber Mario Loskill zeige doch, dass man während
der Elternzeit mit nur zwei Arbeitstagen die Arbeit eines
Bürgermeisters auch zu schaffen sei. Anschließend ging es
mit großen Schritten Richtung Finale. Mit Karnevalsmusik
stimmte die Band "Mir zwei, die zwei" das Publikum ein.
Die Blue Girls brauchten die Halle mit ihrem tollen Showtanz zum
Jubeln. Schon traditionell bestritt dann das Trompetercorps
"Eefelkank" das Finale. Nach der über
fünfstündigen Sitzung, die man zur Musik der
Sitzungskapelle (Ralf Kaleta und Markus Kolf) ausklingen ließ,
freut man sich im Bröltal schon wieder auf das nächste
Jahr.(im)



