Christ sein - stand immer im Mittelpunkt

Monsignore Clemens Feldhoff feierte goldenes Priesterjubiläum

Urbach (km). "Christ sein" und das Gespräch mit den Menschen suchen, das ist seit nunmehr 50 Jahren der Leitgedanke von Monsignore Clemens Feldhoff. Der im bergischen Wipperfeld 1935 geborene Seelsorger wurde am 22. Februar 1962 im Hohen Dom zu Köln von Weihbischof Wilhelm Cleven, er vertrat Kardinal Frings, der in Rom an einem Konzil teilnahm, zum Priester geweiht. 

Nach den Jahren als junger Kaplan, erhielt er seine erste Pfarrerstelle in der Gemeinde St. Remigius in Sürth. Über Höhenhaus an Johann Baptist kam er im Herbst 1970als Pfarrer von St. Bartholomäus nach Urbach.
Daran erinnerte sich das heutige PGR-Mitglied Dieter Röhrig noch gut "Ich war damals 13 Jahre alt und Messdiener. Vor der Amtseinführung von Clemens Feldhoff sagte unser Oberministrant "Mit Clemens Feldhoff kommt etwas ganz Neues nach Urbach, nämlich ein junger Pastor". Das war das wirklich neu, denn seine Vorgänger waren alles schon ältere Herren.
In den 28 Jahren seines Wirkens in Urbach und später auch an St. Mariä Himmelfahrt, Grengel hat Feldhoff seine Gemeinde geprägt. Auch wenn er heute rückblickend sagte "Es war nicht immer so einfach, wie es heute zum Teil dargestellt wird" Er wurde amtsbedingt Präses der Bruderschaft des Kostbaren Blutes und führte die alljährlichen Wallfahrten nach Walldürn wieder zu neuer Blüte. "Ich habe an diesen Wallfahrten 33 Mal teilgenommen, davon 28 Mal als geistlicher Leiter", erinnerte sich der Jubilar.1980 wurde Feldhoff zum Dechant des Dekanats Porz gewählt und fünf Jahre später zum Kaplan seiner Heiligkeit mit dem Titel Monsignore ernannt.
In seiner Urbacher Zeit war Feldhoff nicht nur ein beliebter Seelsorger, sondern auch ein guter Präses der St. Hubertus Schützenbruderschaft, die ihr Domizil in dieser Zeit im Pfarrheim neben der Kirche hatte. 1974 errang er sogar die Königswürde. Noch heute erinnern sich viele Schützen gern an die humorvollen und doch feierlichen Krönungen, aber auch an manche kontrovers geführte Diskussion. Auch im Karneval war Feldhoff stets dabei, was neben der stattlichen Sammlung Porzer Sessionsorden auch die KG Fidele Aujusse Blau-Gold mit der Verleihung ihres Ordens "Meister der Kölschen Sprache und des Kölschen Humors" 1989 beweist. Feldhoff beschränkte aber seine Aktivitäten nicht nur auf seine Gemeinde, sondern pflegte auch Kontakte ins Ausland. "Gleich zu Beginn meiner Urbacher Zeit, wurde ich gebeten, einen jungen Priester aus Indien, der zum Bischof ernannt, aber noch nicht geweiht war, am Flughafen abzuholen. Aus dieser Begegnung hat sich eine Freundschaft entwickelt, die mich einige Male nach Indien führte. Mit unseren Kollekten konnten wir mit insgesamt einer knappen Million Euro ein Waisenhaus in Port Blair unterstützen".
Clemens Feldhoff hat auch, heute unverzichtbare Institutionen in Urbach geschaffen oder angeschoben. Dazu zählen das Altenzentrum an der Friedensstraße und das Hospiz an St. Bartholomäus. Auch bei der inzwischen vollzogenen Reform der Seelsorgebereiche hat der Jubilar mitgewirkt. 1998 wurde Feldhoff zum Ehrendechant, aber "es wurde mir auch langsam zu viel und darum bat ich Weihbischof Manfred Melzer um Versetzung". Dieser Wunsch wurde dann im August des gleichen Jahres Realität und Feldhoff übernahm die Gemeindeleitung von Oberlahr und Ehrenstein im Seelsorgebereich Asbach im Westerwald.
2005 wurde Clemens Feldhoff in den Ruhestand versetzt und zum Subsidiar (Hilfspfarrer) ernannt, der nur noch seelsorgerische Aufgaben hat. "Warum sollte ich ganz aufhören, wenn ich noch kann", sagte er.
Nach den Feierlichkeiten in seinen jetzigen Gemeinden in Oberlahr und Ehrenstein feierte Clemens Feldhoff sein goldenes Priesterjubiläum auch mit einem Festgottesdienst in seiner "alten" Urbacher Gemeinde St. Bartholomäus, wobei der Kirchenchor sowie der Damenchor und Männergesangverein für die musikalische Begleitung sorgten. Zum Abschluss seiner Jubiläumsfeiern besuchte er seine Heimat Wipperfeld. "Jede Feier war ganz anders, aber alle waren wunderschön. Jetzt bin aber auch froh, dass wieder der Alltag einkehrt", lachte Feldhoff zum Schluss.

Letzte Änderung: Freitag, 16.03.2012 13:38 Uhr

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