Doch die Prozentzahlen der Flensburger Statistiker täuschen etwas. Denn das Kraftfahrt-Bundesamt - kurz KBA - gibt selber zu, dass durch die Einordnung jedes Farbtones in zehn Grundfarben und Farbcodes - verordnet von den Verfassern der Zulassungspapiere - "auffällige, gut sichtbare und somit sichere Farbabweichungen nicht erfasst werden."
Hinter der Ziffer R im Fahrzeugschein steht eine Ziffer
und die bedeutet:
0 für weiß, 1 für gelb, 2 für orange, 3
für rot, 4 für lila, 5 für blau, 6 für
grün, 7 für grau, 8 für braun und 9 für
schwarz. Mehr Farben und Farbtöne werden amtlich nicht
erfasst.
Die populärsten Farben in der Statistik sind grau und schwarz. Schwarze Fahrzeuge sieht man sehr viele, Doch graue? Im Fz-Schein verbergen sich dem Farbcode 7, Grau, 36 amtlich aufgelistete Grautöne von Aluminium über Silbermetallic bis Zementgrau.
Im Klartext: Viele schöne, silberglänzende und auffällige Metallictöne werden unter grau katalogisiert.
Auch hinter dem schlichten Begriff blau verbergen sich attraktive Lacke in Metallicblau, die ebenfalls sehr auffallen und sicher nicht dunkel und dezent sind.
Unverkennbar gibt es aber zwei Farbtrends, die augenfällig Karriere machen. So haben sich weiß lackierte Automobile fast jeden Herstellers im Laufe der letzten Jahre in Deutschland an die 3. Stelle der Farb-Hitparade vorgearbeitet. Zunächst waren es Premiummarken wie Audi, und BMW, doch inzwischen werden auch populäre Kleinwagen wie der Opel Corsa oder der Ford Fiesta häufig in weiß bestellt.
Ebenfalls stark in Mode gekommen sind Brauntöne in
vielfältiger Ausprägung. Hier spielte BMW mit seinen
populären Geländewagen den Vorreiter.
Rot ist vor allem bei extrem sportlichen Modellen und bei
Kleinwagen immer noch populär, wird aber immer weniger
geordert.
Mein Tipp: Die Autofarbe will gut
überlegt sein, das neue Mobil steht einige Jahre vor der
Haustür. Und soll wieder mit einem guten Preis verkauft
werden.
Mutige Farben können zu finanziellen Einbußen
führen. Auch das ist sicher der Grund für dien
Dauererfolg der dunklen Farbtöne oder silbern. Denn so
lackierte Autos verkaufen sich immer gut. Und den silbernen sieht
man den Staub nicht so gut an.



