Poll/ Köln (kg). Mit Musik, Tröten und Schlauchbooten gingen mehr als 320 Taucher an den Poller Wiesen in den Rhein, um von dort bis zur Zoobrücke zu schwimmen.
Getaucht wurde definitiv nicht. Warum das ganze? "Wir
machen das, um uns einen Spaß zu gönnen", sagte
Organisator Sebastian Windbichler vom Deutschen Unterwasserclub
(DUC) Köln. Der DUC Köln ist Ausrichter der
traditionsreichen Veranstaltung. 25 Vereine aus NRW nahmen teil,
auch ein Tauchclub aus Augsburg war dabei. Der DUC stellte die
größte Gruppe mit 100 Teilnehmern. "Der TSC Bergheim
ist mit 41 Leuten dabei", sagte deren Eventmanager Heinz
Michna. "Das ist der alternative Rosenmontagszug für
uns", erklärte Taucharzt Albert Brüne vom TSC
Nautilus Erftstadt. "Wir sind jedes Jahr dabei", sagte
die Crew der Tauchfreunde Nemo. Udo Langer, stellvertretender
Vorsitzender des Bergheimer Vereins: "Wir haben unsere
Bleigürtel mit speziellen Getränken gefüllt".
Nähere Einzelheiten wollte Udo Langer dazu jedoch nicht
mitteilen. Sein Bruder, Dirk Langer, hatte vor dem Start die
aktuelle Wassertemperatur ermittelt: 14 Grad. Unter den 30
Nemo-Tauchfreunden war Ulrike Tröndle. Wegen einer
Entzündung des Rückenmarks sitzt die 42-Jährige seit
zwölf Jahren im Rollstuhl, 2004 machte sie ihren
Handicap-Tauchschein. Ihren Tauchlehrer, Walter Tripp, bezeichnet
sie als "Drei-Sterne-Tauchlehrer". Tröndle:
"Ich mache das fürs Körpergefühl, das beste,
was einem passieren kann". Die Strömung des Rheins
schätzten die Langer-Brüder zwischen fünf und sieben
Km/h ein. Fünf Kilometer legten die Spaß-Taucher
zurück. Etwa eine Stunde ließen sie sich dabei mit der
Strömung tragen, begleitet und gesichert von Booten der DLRG
und der Wasserschutzpolizei.


